http://derstandard.at/1269448125719/Uni-Budget-ist-eine-Provokation
es ist keine österreichische Phenomenon. Das Budget der Unis wird gekürzt. Kein Land kann die Belastung der Wirtschaftskrise ohne weitere Einsparungen auf Dauer aushalten. In England müssen die Unis mit einem reduzierten Budget um 10% auskommen. Es sind drastische Kürzen auch in anderen Ländern zu erwarten. Was ist der Ausweg für Österreich? Es gibt nur eine Möglichkeit: Studiengebühren und Reform des Hochschulzugangs.Es gäbe eine andere Möglichkeit: noch mehr in die Bildung zu investieren trotz Kriese, wie z.B. die Skandinavier tun. Die zweite Lösung ist jedoch mit dem (Hochschul)politik des Landes nicht kompatible und auch im Gesamtkontext (in diesem Ressort wird lediglich 1,4% in Östereich gespart andere Bereiche hat es viel schlimmer erwischt) nicht umsetzbar. Positivitisch formuliert hier muss der Ministerium am wenigsten Einsparungen hinnehmen. Die Kritiker sagen, wo es nicht mehr Sparen gibt und kronisch unterfinanziert ist, darf man auch nichst wegnehmen. Es bedarf ein Systemreform und es bedarf eine insitutionelle "Rationalisierung". Die Lösung kann es nur sein, dass beide Seiten sich anstrengen müssen. Seit der Hochschulreform ist nicht viel passiert, wenn es um die Effektivität und Effizienz der Unis geht. Die Frage war immer die falsche: Wie können wir es billiger machen statt wie können wir es besser machen. Besser bedeutet nicht immer billiger aber auch nicht teuerer. Es fehlt an kompetenten Change Agents, die inder Lage sind die Modernisierung umzusetzten. Es bleibt also nur bei Lippenbekenntnissen von beide Seiten. Es sind wichtige Fragen nicht geklärt: Was bedeutet eine staatliche Uni mit einem Gesellschafsauftrag zu sein? Was bedeuet eine unternehmerische Universität zu sein? Wer kann/darf/soll was/wie/wann machen. hier sind wir noch immer beim Wieso. Es ist ein Zeichen, dass die Rektoren die Verhandlungstisch verlassen haben. Sie werden wieder zurückkehren vielleicht mit etwas mehr Geld dann. Und am Ende ist nichts gelöst, alle sind unzufrieden und trotzdem werde als ein Erfolg feiern, statt wie richtigen Dinge zu tun, machen wir eben nur die wichtigen.....
Donnerstag, 25. März 2010
Mittwoch, 17. März 2010
Hochschulen in Mazedonien
Bin gerade dabei Interviews an der staatliche Uni in Tetovo mit zu führen und daraus Empfehlungen für das Management der Uni zu entwickeln. Dabei bin ich etwas näher an die Geschichte von der Uni gekommen. 1994 wurde die Uni aus eine Lokalinitiative von drei Regionen in Tetovo gegründet. Das Ziel war eine Uni für die albanische Minderheit zu entwickeln. Die Uni wurde bis 2003 nicht anerkannt und bekämft. Eine Person ist während der "Verteidigung" der Uni auch ums Leben gekommen. Zunächst wurde ein Lehrbetrieb aus Spenden von der albanischen Bevölkerung finanziert. Unterricht fand in Moscheen statt, weil für die Polizei ein Eintritt in Moscheen verboten war und nichst unternehmen konnte. Nun ist die Uni staatlich und die Leute hier in Tetovo sind stolz. Es sind 10000 Studierenden davon 90% AlbanerInnen. Probleme gibt es aber reichlich. Insbesondere die Finanzierung. Der früherer Bildungsminister war albanische Abstammung und hat die Uni unterstüzt. Nun wurde die politische Landkarte verändert und die Uni wird nach Aussagen der Uniangehörige unter Druck gesetzt. sie können die angefangene Neubauten nicht beenden, haben sehr bescheidene Infrastruktur und es fehlt vorne und hinten. Gleichzeitig sind sie sehr unternehmerisch und erwirtschaften über 60% selbst. Eine beachtlice Leistung. Daneben gibt es weitere 4 staatliche Unis. die älteste und wohl bedeudendste in Skopje. Hier Tetovo sind heute sehr skeptisch, hoffen aber dass die Regierung für die alanische Uni rasch eine Rettungspaket für den Abschluss der Bauarbeiten schnürt.
Dienstag, 23. Februar 2010
Hochschulmarketing
Eine der wichtigsten Themen der Finanzierung der Hochschulen ist wie bekomme meine Studierende. Hochschulmarketing hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, wenngleich die institutionelle Verankerung und Ausstattung für Marketing von Einrichtung zu Einrichtung extrem divergiert. So habe ich auf meine Frage bei der EAIR Tagung in Kopenhagen wie viel Marketingbudget die Einrichtungen der TeilnemherInnen hätte Antworten zwischen 0,01% bis 4%. Hochschulmarketing hat in der Zwischenzeit auch Web 2.0 erobert. Weil gerade die Hochschulleitungen glauben, dass es billig im Vegleich zum klassischen Medien Marketing ist. Es stimmt so jedoch nicht. Low budget Marketing bedarf hohe Grad an professionelles Herangehensweise und Expertise. Richtig gute Marketingfachleute bekommen aber die Unis nicht, weil sie diese nicht bezahlen können. Und weil es einfach nicht viele gibt, die in der Lage sind Produkte der Hochschulen richtig zu vermarkten. Was meine ich mit richtig? Richtig im Sinne einer staatlichen Einrichtung, richtig im Sinne einer institutionelle Integrität als Bildungseinrichtung und aber auch richtig als eine Einrichtung die im Wettbewerb mit anderen steht. Immer mehr greifen dabei Hochschulen an innovative Marketingkonzepte. Einer diese Konzepte habe ich gerade gesehen. Israelische Unis werben für kanadische Studierende http://vimeo.com/9559909
Das Video hat (wieder einmal) eine sehr intensive Diskussion über Marketing von Unis ausgelöst. Marketing ist eben auch dafür da, dass man darüber diskutiert und nicht nur damit man etwas verkauft...und diese "Diskursive" liegt ja in der Natur der Hochschule.
Das Video hat (wieder einmal) eine sehr intensive Diskussion über Marketing von Unis ausgelöst. Marketing ist eben auch dafür da, dass man darüber diskutiert und nicht nur damit man etwas verkauft...und diese "Diskursive" liegt ja in der Natur der Hochschule.
Montag, 22. Februar 2010
EU DRIVERS
Wir beschäftigen uns im Rahmen eines EU-LLP Projektes mit den Fragestellungen der der regionalen Kooperationen zwischen Hochschulen, Unternehmen und Regionalverweltung. In diesem "Tripple-Helix-Game" gewinnen auch Dekane immer mehr an Bedeutung. Eine unternehmerische Hochschule bedeutet insbesondere für die Subeinheiten der Organisation wie z.B. Fakultäten mehr Interaktion und Kooperation mit der Region. Hierzu soll das EU-Drivers Projekt www.eu-drivers.eu Hilfe leisten. neben einem Virtuelle "Regional Innovation Community" insbesondere für den Austausch von Good Practice sollen auch Lösungen für o.g. Zusammenarbeit erarbeitet werden bzw. ausgewählte Partnerschaften und Regionalprojekte begleitet werden. Zum letzteren gibt es ein Call for Expression für Partnerschaften. Bewerbungen können bis zum 31. März 2010 eingereicht werden. mehr zum Call auch auf der Webseite www.eu-drivers.eu
Akademische Selbstverwaltung
Heute habe ich an Senatswahlen teilgenommen. Die Bestimmung von 4 Personen hat 1.15h in Anspruch genommen. In dieser Zeit wurden insgesamt 8 Abstimmungen durchgeführt an den 54 Personen teilgenommen haben. Also insgesamt 524 mal ein X auf einem Wahzettel. Demokratie hat eben ihren Preis. Aus einer betriebswirtschafltichen Perspektive würde man gleich die Frage stellen, ob es vielleicht effizienter gehen könnte. Aus der Perspektive der akademischen Selbstverwaltung und Mitbestimmung würde man wahrscheinlich mehr solche demokratische Ereignisse wünschen. Aus der Governance Perspektive freut man sich über eine Organ (Senat), wenngleich die Macht des Senats kontinuierlich abnimmt und letztendlich "nur" noch für die akademische Angelegenheiten zuständig ist. Es gibt bereits Universitäten wie die Uni Gent, die den Senat zu gänze abgeschafft haben. Hier ist offensichtlich viel in Bewegung. Die Kunst eines modernen Hochschulmanagements der Zukunft ist wie man top down und bottom up mitenander so verbindet dass sowohl die BetriebswirtInnen als auch die WissenschaftlerInnen zufrieden sein werden.
Samstag, 20. Februar 2010
Amokläuferin
Nun sind es nicht nur Schüler oder enttäuschte Mitarbeiter von Unternehmen Amokläufer geworden sonder kommen auch aus einer in der gesellschaftlichen Rankliste ganz oben angesiedelte und auch angesehene Berufsgruppe der Professorenschaft. Eine persönliche Tragödie mit verherenden Folgen für viele Familien. Etwas was nicht passieren darf! Die erste Frage nachdem WARUM wurde von vielen Zeitungen bentwortet, (http://www.stern.de/panorama/amoklauf-in-usa-professorin-richtet-blutbad-an-1543246.html) wenngleich diese Antwort lediglich aus der Perspektive eines Einzelschicksals war. Fragen die eine weitergehende Betrachtung der Problematik diskutieren würden, waren kein Thema. So wurde nicht gefragt, ob eventuell das Wissenschaftsystem, welches immer mehr von beteiligten Personen erwartet und diese auch besonders unter Druck setzt, zu hintefragen ist. Leistungszwang und Leistungsqualität und Karrierewege fallen dabein oft nicht zusammen. Das es genauso viel Doping unter WissenschaftlerInnen gibt wie bei SportlerInnen, wissen wir. Ist es ein Leistungsport wo nur die "Top of the Pyramid" zählt und der Bottom niemanden interessiert? Jeder muss sich den eigenen Weg suchen und diesen gehen. Nun hat eine Professorin den schlimmsten aller gegangen. Es ist eine Tragödie. Wir lieben die Gewinner und haben Mitleid die untergehen. Es gibt nicht nur Gewinner sonder auch viele Verlierer...
Montag, 15. Februar 2010
Neues Blog
nun hat auch das Projekt Third Mission Ranking Methodology ein eigenes Blog. Mit KollegInnen aus dem Projektteam haben wir letzte Woche diese neue Plattform gestartet.
http://he-ranking.blogspot.com/
Zu finden Sie interessante Dokumente zum Thema dritte Mission der Uni, Veranstaltungen zu Rankings etc.
http://he-ranking.blogspot.com/
Zu finden Sie interessante Dokumente zum Thema dritte Mission der Uni, Veranstaltungen zu Rankings etc.
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